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Home | Update | LATEST ISSUE | Gallery | FR Profile | Datafiles | FR 2/74 Zur Entwicklung des Airbus-Programms erhielt der Haushaltsausschuß des Deutschen Bundestages vor Jahresende seine jährliche Unterrichtung. Die Entwicklung des Programms verläuft nach Plan. Der Erstflug des 1. Prototypen fand am 28. Oktober 1972 statt; inzwischen befinden sich alle vier Prototypen in der Erprobung, die mit einem Zeitvorsprung von 3 Monaten vor dem Soll verläuft. Die tatsächlichen Leistungen und Eigenschaften des Flugzeugs sind besser als vorausberechnet. Die ersten Prototypen wurden bereits zu weltweiten Demonstrationen bei Kunden eingesetzt. Bei Herausgabe dieses Berichts steht die Musterzulassung der A-300B an. Die Entwicklungsarbeiten für die Versionen A-300B2 mit größerer Kapazität und A-300B4 mit größerer Kapazität und größerer Reichweite verlaufen ebenfalls planmäßig. In dieser Situation bereitet die Air France die Übernahme des ersten Flugzeugs für Ende März 1974 vor. Gleichzeitig trafen die ersten ATLAS-Piloten zum Training in Toulouse ein. Vor Jahresfrist wurden die Kosten der Entwicklung der Grundversion A-300B und der beiden genannten Sonderversionen - soweit sie mit Bundesmittel finanziert werden - mit DM 1,19 Mrd. angegeben. Dieser Betrag hat sich in der Zwischenzeit trotz Kosteneskalation nicht erhöht. Bis Ende 1973 lief der Bundesanteil an den Entwicklungskosten bis auf rund DM 820 Mio. auf. Nicht enthalten sind in dieser Summe die Kosten der Zwischenfinanzierung und die Eigenbeteiligung der deutschen Industrie von 10 Prozent. Von den genannten DM 820 Mio. wurden aus dem Bundeshaushalt DM 598 Mio. gezahlt; die verbliebenen DM 222 Mio. mußten durch Zwischenkredite der Industrie finanziert werden. Der Bedarf an Zwischenkrediten ermäßigte sich gegenüber Ende 1972 von DM 224 Mio. um DM 2 Mio. 1973 wurden weitere DM 20 Mio. für Kosten der Zwischenfinanzierung gezahlt; für die Entwicklungsfinanzierung standen 1973 insgesamt DM 182 Mio. zur Verfügung. Der Gesamtbetrag der 1970 bis 1973 bezahlten Kosten der Zwischenfinanzierung beträgt rund DM36 Mio. Für die im Oktober 1971 angelaufene Serienfertigung sind Materialien mit langen Lieferfristen bis einschließlich der 32. Maschine bestellt. Die Finanzierung der Serie erfolgt mittels einer Bundesbürgschaft. Die Bundesregierung plant, Bürgschaften bis zur Gesamthöhe von DM 1 Mrd. bereitzustellen. Der Spitzenbedarf wird 1981 mit DM 980 Mio. erwartet. Bisher hat das Kabinett einen Bürgschaftsrahmen von DM 500 Mio. freigegeben, der bis Mitte 1974 ausreicht. Die Fertigung der ersten 32 Maschinen lauft bis Ende 1975; die Programmplanung weist hierzu einen Bürgschaftsbedarf von DM 849 Mio. aus. Echte Verkaufschancen hat der Airbus nur - so die Vorlage des Bundesfinanzministers an den Haushaltsausschuß -, wenn die Finanzierungskonditionen der amerikanischen Konkurrenz angepaßt werden. Nachdem Frankreich Sofortmaßnahmen zur Preisstützung des Airbus ergriffen hat, hat auch die Bundesregierung Vermarktungshiffen beschlossen. Zugunsten des Airbus sollen Vermarktungshilfen bis zur Höhe von DM 717 Mio. gewährt werden:
Diese Hilfen gelten zunächst bis 1977, bis zum 100. Flugzeug und für die dazugehörige Absatzfinanzierung bis 1987. Home | Update | LATEST ISSUE | Gallery | FR Profile | Datafiles | FR 2/74 Copyright 1974/1999 by Motor-Presse Stuttgart. All rights reserved. Last updated 5 February 1999 FLUG REVUE, Ubierstr. 83, 53173 Bonn, Germany |