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Home | Update | LATEST ISSUE | Gallery | FR Profile | Datafiles | FR 7/74 WAS WIRD AUS DER NACHTLUFTPOST?Der deutsche Industrie- und Handelstag (DIHT) wandte sich energisch gegen die Pläne des Bundespostministers, das Nachtluftpostnetz in der Bundesrepublik einzustellen. In einem Brief an den Postminister schrieb der DIHT, die möglichen Einsparungen stünden in keinem Verhältnis zu dem Schaden, der in der Wirtschaft durch einen Tag Zeitverlust entstünde. Ohne Nachtluftpostnetz würden Briefe, Briefdrucksachen und Postkarten im Fernverkehr frühestens zwei Tage nach der Anlieferung zugestellt. Die ohnehin strukturell schwachen Randgebiete der Bundesrepublik würden darüber hinaus weiter benachteiligt. Die Einsparungsmöglichkeiten bei der Aufgabe des im In- und Ausland als vorbildlich angesehenen Nachtluftpostnetzes der Bundesrepublik hält der DIHT für gering. Jede der jährlich rund 520 Mio. mit Flugzeugen der Deutschen Lufthansa beförderten Sendungen kostet bei Ausgaben von DM 24 Mio. ganze 4,6 Pf. Das Postministerium macht keine Angaben, was eine Ersatzlösung an Kosten verursache, wenn im Fernverkehr ohne Flüge ein Brief am Tage nach der Auslieferung zugestellt werden solle. Der DIHT kritisiert, daß der Bundespostminister die Bedeutung des Nachtluftpostnetzes herunterspiele. Es stimme zwar, daß die Zahl der geflogenen Briefsendungen am Gesamtaufkommen im Bundesgebiet nur 15 % betrage. Wenn man aber die Zahl der geflogenen Sendungen auf die Gesamtzahl der Sendungen beziehe, für die das derzeitige Nachtluftpostnetz allein die notwendige schnelle Beförderung sichere, dann betrage dieser Anteil 75 Prozent. Die Bundesregierung ließ mitteilen, daß die Deutsche Bundespost wiederholt ihre Bemühungen hervorgehoben habe, im Rahmen ihres Aufgabenbereiches mit dazu beizutragen, die Lärmbelästigung der Bevölkerung auf ein Mindestmaß zu beschränken. Die Frage nach der Zukunft des Nachtluftpostnetzes wird von der Bundesregierung nicht zuletzt auch unter dem Gesichtspunkt des Umweltschutzes beurteilt. Hierbei wird beachtet, daß die von den Luftverkehrsgesellschaften im Nachtluftpostdienst verwendeten Flugzeuge vom Typ Boeing 737 nach den Lärmmessungen einer vom hessischen Minister für Wirtschaft und Technik berufenen Experten-Kommission geräuschärmer als andere Flugzeuge sind. Mit der Lufthansa werden jedoch zur Zeit Verhandlungen über die Möglichkeiten weiterer Fluglärmminderungen und des Einsatzes von Flugzeugen mit geräuscharmen Triebwerken geführt. Home | Update | LATEST ISSUE | Gallery | FR Profile | Datafiles | FR 7/74 Copyright 1974/1999 by Motor-Presse Stuttgart. All rights reserved. Last updated 7 July 1999 FLUG REVUE, Ubierstr. 83, 53173 Bonn, Germany |