F R 3 - 7 5 |
Home | Update | LATEST ISSUE | Gallery | FR Inside | Datafiles | FR 3/75 MÜNCHEN II RÜCKT EINEN SCHRITT NÄHER"Das Ding muß weg!" Das sagte zum Flughafen München-Riem Hermann Reichart, Hauptgeschäftsführer der Flughafen München GmbH - und machte sich somit zum Sprecher der weit über 100000 lärmgeplagten Bewohner des Münchner Ostens. Aber nicht nur Lärmüberlegungen machten den Bau eines Ersatzflughafens dringend notwendig, erklärte er weiter auf einer Pressekonferenz, auf der am 16. Januar der Geländenutzungs- und Funktionsplan für München II vorgestellt wurde. Auch die vorsichtigsten Verkehrsprognosen für die nächsten zehn Jahre lassen klar erkennen, daß der nicht mehr ausbaufähige heutige Flughafen mit seiner einzigen, nur 2800 m langen Start- und Landebahn den Anforderungen der 80er Jahre einfach nicht mehr gewachsen sein wird. Denn sah es in den ersten Monaten des Vorjahres unter dem Eindruck der Ölkrise und der allgemeinen wirtschaftlichen Lage aus, als ob es mit der gewohnten ständigen Steigerung des Passagieraufkommens in Riem vorbei sei, so kam es in der zweiten Jahreshälfte doch noch zu einem neuen Aufschwung, wobei man für die Monate November und Dezember sogar die sehr stattliche Zuwachsrate von 20 % bzw. 22 % gegenüber 1972 melden konnte (1973 kommt für die deutschen Flughäfen wegen des Fluglotsen-Streiks für Vergleichszwecke nicht in Frage). Insgesamt brachte man es auf rund 4,4 Mio. Passagiere für das Jahr und erreichte somit das Rekordergebnis des Olympia-Jahres 1972 wieder. Dabei nahm der Linienverkehr sogar um 5 %, die Fracht um 6 % und die Post um 10 % zu. Inzwischen ist mit der Annahme des Geländenutzungs- und Funktionsplans für München II die zweite Planungsphase zu Ende gegangen. In der dritten Phase sind zwölf namhafte Architektenbüros aus dem ganzen Bundesgebiet eingeladen worden, sich an einem Wettbewerb für die detaillierte Gestaltung der Passagieranlagen zu beteiligen; er beginnt im März und wird rund fünf Monate dauern. Dabei werden sich die Teilnehmer an die Grundform eines "H" halten müssen, die die Flughafenplaner in enger Zusammenarbeit mit den Fluggesellschaften als die geeignetste für die Abwicklung des Bodenbetriebs festgelegt haben. ihnen lag besonders am Herzen, dem Fluggast lange Gehwege zu ersparen. "Auge in Auge mit dem Flugzeug" war hier das Motto. So sollen Passagiere, die mit dem Wagen ankommen, direkt zu ihrem Flugsteig in einem der Längstrakte fahren können. Und für die Fluggäste, die die S-Bahn benutzen, ist zwischen dem Zentralgebäude über dem unterirdischen Bahnhof und den vier Armen des "H" ein flughafeninternes Verkehrssystem (FIV) mit Kabinenfahrzeugen für jeweils 80 bis 100 Personen vorgesehen. Wenn, wie erwartet, das Planfeststellungsverfahren Mitte 1976 abgeschlossen werden kann, wird in der zweiten Jahreshälfte 1976 mit der Baureifmachung des Geländes begonnen werden. Und dann dürfte in der zweiten Jahreshälfte 1981 mit der Eröffnung des Flughafens zu rechnen sein. Siehe auch die Skizze des Abfertigungsgebäudes! (43 KB)
Home | Update | LATEST ISSUE | Gallery | FR Inside | Datafiles | FR 3/75 Copyright 1975/2000 by Motor-Presse Stuttgart. All rights reserved. Last updated 3. March 2000 FLUG REVUE, Ubierstr. 83, 53173 Bonn, Germany |