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Home | Update | LATEST ISSUE | Gallery | FR Inside | Datafiles | FR 7/75 F-18 FÜR DIE US NAVYDie US Navy hat dem zweistrahligen Northrop-Konzept den Vorzug vor der einstrahligen F-16 gegeben, die von der Firmengruppe General Dynamics/LTV Aerospace für das NACF (Naval Air Combat Fighter) in modifizierter Form vorgeschlagen worden war. Im Gegensatz dazu war im Januar dieses Jahres die Wahl der US Air Force auf die F-16 gefallen, die als ACF (Air Combat Fighter) in größerer Stückzahl beschafft werden soll. Damit ergibt sich eine Reihe neuer Aspekte sowohl für die Beschaffungspolitik in den USA als auch für den internationalen Markt. In den USA haben die Bemühungen -vor allem von seiten des Kongresses -, aus Kosten- und Vereinheitlichungsgründen gemeinsame Beschaffungsprogramme für die Air Force und Navy durchzuführen, zunächst einen Rückschlag erlitten. War es schon bei der McDonnell Douglas F-15 (Air Force) und der Grumman F-14 (Navy) nicht gelungen, die zweifellos unterschiedlichen Einsatzanforderungen der beiden Teilstreitkräfte unter einen Hut zu bringen, so scheint sich nun mit der Navy-Entscheidung für die F-18 erneut eine von der Air Force unabhängige Beschaffungspolitik durchzusetzen. Die Navy argumentiert, daß auch an der F-16 so viele Änderungen hätten durchgeführt werden müssen, daß von einer "gemeinsamen" Beschaffung mit der Air Force nicht mehr gesprochen werden könne. Es gehen die Meinungen allerdings noch auseinander über die Frage, ob die US Navy die F-18 tatsächlich als Ersatz für F-4 und A-7 und in Ergänzung zu ihrem schweren Schwenkflügler F-14 beschaffen will, oder ob hinter dieser den Kongreß provozierenden Entscheidung bewußt eine Ablehnung der F-18-Entwicklung in Kauf genommen wird, um somit weitere Mittel für eine Aufstockung der F-14-Flotte freizubekommen. Die Beschaffungs- und Betriebskosten der F-18 würden allerdings erhebliche Einsparungen gegenüber der F-14 bedeuten, und es entspräche dem in den USA seit geraumer Zeit diskutierten Konzept von "gemischten Flotten", demzufolge sowohl schwere allwettertaugliche Kampfflugzeuge als auch leichte, kostengünstigere Maschinen gemeinsam in die Streitkräfte eingeführt werden sollen. So sieht die US Air Force die Kombination F-15/F-16 vor, während das Konzept der US Navy nun zur Verbindung F-14/F-18 tendiert. Was den internationalen Markt betrifft, so wird die etwas schwerere und größere F-18 zweifellos als Mitbewerber bzw. Konkurrent der F-16 auftreten. Ob die F-18 auch noch in die seit geraumer Zeit anstehende Entscheidung um die Starfighter-Nachfolge in den vier NATO-Ländern Belgien, Holland, Dänemark und Norwegen eingreifen kann, scheint derzeit völlig offen. Jedenfalls wurden diese vier Länder sofort von der Navy-Entscheidung informiert. Die McDonnell Douglas/Northrop F-18 basiert, wie eingangs erwähnt, auf dem Lightweight-Fighter-Konzept YF-17 von Northrop. Sie wurde den Erfordernissen der Navy nach Eignung für Trägereinsatz, bessere Langsamflugeigenschaften und größere Reichweite mit Innentanks angepaßt. Die grundsätzliche aerodynamische Auslegung, die Northrop in langen Entwicklungsjahren erarbeitet hatte, wird beibehalten. Im einzelnen ergeben sich folgende Änderungen: Die Spannweite wird von 10,68 m auf 11,43 m, und durch gleichzeitige Vergrößerung der Flügeltiefe die Gesamtfläche von 32,5 qm auf etwa 38 qm erhöht. Die Außenflügel sind ab Querruderanschluß hochklappbar. Um mehr Raum für vergrößerte Innentanks zu gewinnen, wird der Rumpf etwas verlängert und im hinteren Bereich verbreitert. Anstelle der ziemlich schlanken Nase der YF-17 mußte wegen der von der Navy geforderten 28 in.-Radargeräte eine größere Bughaube gewählt werden. Aus dem J101 der YF-17 soll General Electric eine verbesserte Version mit der Bezeichnung F404-GE-400 entwickeln, das mehr Schub (7260kp) erzielen wird, um das höhere Fluggewicht auszugleichen (Normalstartgewicht mit nahezu 15t etwa 4,5 t höher als bei der YF-1 7, das Höchststartgewicht wurde mit nahezu 20 t fast verdoppelt). Die bisher bei der YF-17 angewandte elektro-hydraulische Steuerung wird auf ein fly-bywire-System umgestellt. Um die Anfluggeschwindigkeit für Trägerlandungen zu verringern, werden die Klappensysteme wesentlich verbessert. Auf Abzapfluft zur Grenzschichtausblasung an den Klappen wird verzichtet, um für Durchstartmanöver den vollen Triebwerksschub zu gewährleisten. Der fly-away-Preis für die F-18 wird, auf der Grundlage einer Serie von 800 Maschinen, heute auf $ 5,8 Mio. geschätzt, während die Systemkosten (einschließlich Entwicklungsumlage, Ersatzteilen und Training) mit 8 9,6 Mio. veranschlagt werden. Northrop wird in der Entwicklung 30 %, in der Fertigung 40 % Anteil am gemeinsamen Programm F-18 mit McDonnell Douglas bekommen. Die der Navy angebotene Konkurrenz-Version der F-16 hätte zwischen $ 4,7 Mio. und $ 4,95 Mio. gekostet (verglichen mit $ 4,5 Mio. der ACF-Version der F-16 für die Air Force). Sollte der Kongreß der Entwicklung der F-18 zustimmen, würde die erste Maschine 1978 fliegen, und die erste Serienmaschinen stünden der Navy ab 1982 zur Verfügung.
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