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Meteosat im AllDer Wettersatellit Meteosat wurde gestartet. In Cape Canaveral, USA, erfolgte am 23. November 1977 durch eine Rakete Thor-Delta 2914 der Start von Europas erstem Wettersatelliten. Ein Apogäumsmotor brachte ihn aus einer Zwischenumlaufbahn in eine 36 000 km hohe stationäre Erdkreisbahn über dem Äquator. Hier wurde er über dem Atlantik und Nullmeridian vor der Westküste Afrikas positioniert. Meteosats Startmasse betrug 697 kg, 345 kg davon hatte der später abgetrennte Apogäumsmotor. Ohne diesen ist der Satellit 3,20 m hoch, der Durchmesser beträgt 2,10 m.Am Bau von Meteosat im Auftrag der europäischen Raumfahrtbehörde ESA beteiligten sich Firmen in den acht Ländern Belgien, Dänemark, Deutschland (MBB, Siemens), Frankreich, Großbritannien, Italien, Schweden und Schweiz - gruppiert im Konsortium COSMOS. Hauptauftragnehmer war Aérospatiale in Frankreich, die Hauptnutzlast - ein Radiometer - lieferte MATRA, ebenfalls ein französisches Unternehmen. Einsatzziel ist die Wetterbeobachtung im Gebiet Europa, im Nahen und Mittleren Osten sowie in Afrika für genauere langfristige Vorhersagen. Meteosat soll dazu mindestens drei Jahre lang alle 30 min. die Erdoberfläche und Wolkendecke im sichtbaren und infraroten Bereich aufnehmen. Diese Bilder werden über Wolkenbewegungen, Temperaturen, Wolkenhöhe und Windgeschwindigkeit Auskunft geben. Ferner wird der Satellit zusätzliche meteorologische Meßwerte von sogenannten Datenplattformen auf Land, See und Meer abrufen. Aufnahmen wie Daten gehen an die zentrale Meteosat-Bodenstation in Deutschland bei Michelstadt im Odenwald. Vom Verarbeitungszentrum des ESOC in Darmstadt gelangen die aufbereiteten Daten direkt zum Anwender, darunter an meteorologische Dienste in Europa, an Ozeanographen und Hydrologen. Darüber hinaus nimmt Meteosat auch am großangelegten internationalen Atmosphären-Forschungsprogramm GARP teil, zusammen mit drei anderen stationären Wettersatelliten aus den USA und Japan. Ihre Beobachtungen sind von größter Bedeutung für Landund Forstwirtschaft und für wetterabhängige Industriezweige. R. H.
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