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RADAR-MODES (RADAR-BETRIEBSARTEN)

Um in jeder Situation optimale Ergebnisse vom Radar zu erhalten, kann der Pilot meist zwischen mindestens zwei Dutzend Möglichkeiten für Luft-Luft- und Luft-Boden-Betrieb wählen. Diese "Modes" geben dem System relevante Parameter vor, wie zum Beispiel das Abtastverhalten der Antenne (über den ganzen Bereich oder nur auf das Ziel konzentriert), die Impulsfolgefrequenzen oder die Auswertung von Dopplereffekten. Hier eine Liste der wesentlichen Einsatzarten und der wichtigsten dazugehörigen Radarmodes:

Luftkampf über große Distanz

  • Velocity search: Dabei arbeitet das Radar mit hoher Pulsfolgefrequenz, um Ziele auf maximale Distanz zu entdecken. Allerdings werden nur Geschwindigkeits- und Winkeldaten ausgewertet (d. h. noch keine Entfernungsmessung)
  • Range while search: Übersichtsmode mit Entfernungsangabe und ebenfalls großer Reichweite
  • Track while scan: Das Radar verfolgt gleichzeitig mehr als zehn Ziele (das heißt, diese werden sooft wie möglich angestrahlt), setzt darüber hinaus aber auch die Suche in einem großen Bereich fort, um Überraschungen zu vermeiden (Situation awareness ist das A und O im Luftkampf).
  • Raid assessment: Die Umgebung eines erfaßten Ziels wird intensiv abgesucht, um festzustellen, ob es sich wirklich nur um ein Flugzeug oder um mehrere in Formation handelt.
  • Non cooperative target identification: Durch raffinierte Auswertung der empfangenen Impulse lassen sich Flugzeuge zum Beispiel an den Drehzahlen und der Anzahl der Fanschaufeln im Triebwerk erkennen.
Luftkampf auf kurze Distanzen (200 m bis 5-10 km)
  • Single target track: Nur ein Ziel wird verfolgt.
  • Boresight: Das Radar deckt nur einen ganz kleinen Bereich in der Flugzeuglängsachse ab.
  • Vertical scan: Das Radar deckt einen schmalen senkrechten Bereich ab.
  • HUD field of view: Das Radar arbeitet im Sichtbereich des Head-up-Displays (ca. 20 Grad).
  • Slaved on external demand: Mit der Einführung von Helmvisieren kann der Pilot die Ausrichtung des Radars dirigieren.
Luft-Boden-Einsatz
  • Sea modes: Zur Entdeckung von Schiffen. Die Störungen durch Wellengang werden automatisch herausgefiltert.
  • Ground moving target indication and tracking: Entdecken und Verfolgen von Zielen am Boden.
  • High resolution DBS/SAR (Doppler Beam Sharpening/Synthetic Aperture Radar) mapping: Erstellen von Radarkarten für Navigation und Zielerfassung. Durch Dopplereffekte lassen sich hohe Auflösungen (unter drei Meter) erzielen.
  • Precision velocity update: Hochpräzise Geschwindigkeitsmessung über Grund. Vor der Einführung von GPS (oder bei gestörtem GPS) ließen sich so die Navigationssysteme updaten.
  • Air-to-surface ranging: Entfernungsmessung zu festgelegten Zielen am Boden, um zum Beispiel die Präzision von Bombenwürfen zu erhöhen.
From FLUG REVUE 12/98


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Last updated November 6, 1998
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